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Die Altstadtbahn

Eine Vision für Wasserburg...

Am Wasserburger Stadtbahnhof herrscht reges Leben. Gerade sind Ausflügler mit dem »Filzenexpreß« aus München angekommen. Bequem und ohne Stufen steigen Sie aus den modernen Triebwagen. Der Zug hat Sie ohne Umsteigen in knapp 50 Minuten aus München nach Wasserburg gebracht. Reisende aus Rosenheim und Mühldorf sind in Reitmehring zugestiegen.

Gut gelaunt machen die Touristen sich auf, die Stadt zu erkunden. Der landschaftlich reizvolle letzte Streckenabschnitt ihrer Fahrt, entlang des Inns und bereits mit Blick auf Burg, Innfront und Rote Brücke, hat die Vorfreude ins Unermessliche gesteigert.

Auch viele Berufspendler steigen hier aus. Einige davon wohnen in der Altstadt, wieder andere steigen hier in die Busse um, die sie ins restliche Stadtgebiet oder das Umland östlich des Inns bringen. Nicht wenige davon nutzen den Zwischenhalt in Wasserburg dazu, noch schnell etwas in einem der Altstadtgeschäfte einzukaufen. Durch die Fahrt mit dem Zug haben sie Zeit zum Lesen, ratschen und entspannen gefunden. Die Zeiten, als sie für ihren Arbeitsweg Monat für Monat hunderte, ja tausende Kilometer mit dem Auto zurückgelegt haben, kommen ihnen heute in Zeiten drastisch steigender Benzinpreise beinahe unwirklich vor.

Die Gegend um den Bahnhofsplatz hat sich verändert. Lange Zeit war der wenig attraktive und von der Rampe sowie dem damit einhergehenden Autoverkehr dominierte Platz der nicht gerade vorteilhafte erste Eindruck, den aus Richtung Westen ankommende Gäste von der Stadt am Inn erhielten. Heute ist es der ÖPNV-Knotenpunkt für Stadt und Umland, städtebaulich aufgewertet und eine Stätte der Begegnung mit hoher Aufenthaltsqualität. Schüler, Ausflügler und Pendler sorgen für Leben.

Zukunftsperspektiven - Stellen Sie sich vor:

Mit dem »Filzenexpress« zum Einkaufen, ins Theater, zum Fußball oder zum Ausflug. Und natürlich auch zur Arbeit und in die Schule. Es werden sicher noch mehr mitfahren als die Prognosen vorhersagen.

Sie kommen schnell zum Zug

Am besten, Ihr Bahnhof liegt gleich um die Ecke, in der Wasserburger Altstadt: Zu Fuß oder per Rad erreichen Sie Ihren Zug. Auf »Park & Ride« können Sie dann verzichten und sparen Zeit und Geld für's Auto. Der Wasserburger Bahnhof gehört deshalb in die Stadt und nicht nur nach Reitmehring!

Wohnortnahe Haltestellen

Auch wenn »Park & Ride« bei vielen Kommunalpolitikern ein hohes Ansehen genießt: Zwischen 70 und 80 Prozent der Bahnkunden kommen zu Fuß oder per Rad zum Bahnhof. Das zeigen alle Erhebungen. Viele Haushalte wollen sich durch die Nutzung des öffentlichen Verkehrs den Zweitwagen sparen. Deshalb sind wohnort- und arbeitsstättennahe Haltestellen Voraussetzung für einen erfolgreichen Nahverkehr. Natürlich ist auch der Wasserburger Stadtbahnhof nicht für alle Stadtteile auf kurzem Weg erreichbar. PRO BAHN hat dazu aber noch weitere Ideen: Eine zusätzliche Haltestelle nach dem Tunnel und ein Fußgängersteg über den Inn im Bereich der Kapuzinerinsel könnte das Burgerfeld optimal mit autofreien Wegen an die Züge anschließen.

Anders als in der Schule, ist Sitzenbleiben im Nahverkehr eine gute Idee, ...

... denn am bequemsten für Sie ist es, wenn der Zug direkt von Wasserburg Stadt bis München fährt. Überall zeigt sich: Umsteigefreie Direktverbindungen auf der Schiene werden von wesentlich mehr Fahrgästen genutzt wie Verbindungen mit Umsteigen. Die Fahrgastzahlen belegen: Der Ersatzverkehr mit Bussen in die Wasserburger Altstadt kann das Potential nicht ausschöpfen.

Umsteigefreie Verbindungen

Auf dem Weg von Wasserburg nach München müssen heute die Fahrgäste oft zweimal umsteigen, auch innerhalb Münchens sind viele Ziele nur mit weiteren Umsteigevorgängen erreichbar. Doch jeder Umsteigevorgang kostet Zeit, bringt Unsicherheiten mit sich und ist einfach lästig. Die Umstellung der Wasserburger Stadtstrecke auf Busbetrieb und weiteren Umsteigezwang hat die Fahrgastzahlen auf diesem Abschnitt auf ein Drittel reduziert.

Sie sind schnell am Ziel

Künftig werden Sie mit dem Zug zwischen Wasserburg Stadt und München weniger als 50 Minuten unterwegs sein, stress- und staufrei! Zur Stadtstrecke gehört daher die Modernisierung der Gesamtstrecke Ebersberg - Wasserburg.

Kurze Reisezeiten

In einem ersten Schritt müssen die Bahnübergänge, die bislang nur mit Andreaskreuz gesichert sind, entweder durch eine Lichtzeichenanlage oder Halbschranken technisch gesichert werden oder aufgelassen und durch benachbarte Übergänge ersetzt werden. Eine Streckengeschwindigkeit von mindestens 80 km/h zwischen Wasserburg und Ebersberg wird dadurch erreicht Im weiteren hängt die mögliche Reisezeit auch von den betrieblichen Zwängen wie Kreuzungsbahnhöfen oder Trassenkonflikten mit der S-Bahn ab. Hier können weitere Infrastrukturmaßnahmen notwendig werden, z.B. eine Doppelspurinsel bei Grafing Stadt.
Eine Untersuchung zur Ermittlung der möglichen Fahrzeiten hat PRO BAHN 1995 bei Vieregg & Rössler in Auftrag gegeben.